Text nach Autor: 11 Texte von Hans-Joachim Behnen

  Ich sehe Wolkenballen schweben‘ gezogen durch das Abendrot von rechts nach links nie umgekehrt von unsichtbarer Hand Doch allerdings ich spüre keine Zeit vergehn ich hänge noch am Zauber dieses Augenblicks dann fliegen sie und fliehen vor wem so düster, schwer und dick? als flögen sie in Ewigkeit und ich mit ihnen durch die […]

  Zum Bitten und Bieten betriebsam bereit Gebieten Erbetteln Betreten verboten Erbeten betont nach gebundenen Noten betroffen brillant in betrüblicher Zeit wer bittet dem bietet ein Geber sein Brot noch vor dem bettenden Abendrot   Copyright Dr. Hans-Joachim Behnen  

  Als also sprach das allmächtige All auf alten Alleen und zu allen Zeiten in allem verkettet in alles verknallt hoch oben im Altai auf allerlei Almen wo alles allein thront in Übermanier und alles Gelöste bindet sich wieder in stetigem Handel und Wandel gehalten, sprach also: allgütig und ohne Allüren liebt alles allheilig im […]

  Ich sah dich ruhevoll rauchen, stiller Wüterich, als der Morgenlichtball hinter Frühdunst friedlich doch deinen Berggrat erklomm, blickte aus Turmfenstern über Masten und Märkte hinweg wo Träumer und Täter sich reckten, wehrfürchtig hin auf den prätentiösen Vulkan lauschte Katzengejammer Dampfersirenen und der geschäftigen Hafenmusik die unter mir gerade begann Mir imponierten Paläste und Gassen, […]

  Wiedertäufer wiederholen Wiedehopfens Grabgesang widertürmlich unnatürlich überhöht zum Geierhang geistern durch der Hänger Hirne Hunderte von Jahren lang. Drunten radeln ruhig Radler wieder frei von Drängers Drang   Copyright Martine und Hans-Joachim Behnen

  1. Ich brauch auf Borkum nur ein Hemd und eine Hose Ich brauch nicht mehr; denn mehr wär viel zu viel Vielleicht ein Bett, ein Buch und eine Butterdose Ein Fahrrad und den Blick aufs Meer als Ziel 2. Ich mag den Wind, die Wetterjacke, Meeresrauschen Den Sand vom Strand, die Dünen und den […]

Die Fliege stürzt sich auf mein Butterbrot. Ich mag das nicht. Es kotzt mich eklig an. Mich packt der Zorn. Ich setze sie in Bann. Ich schlag sie tot. Steh drum in höchster Not. Mich hungert. Haupt und Haut sind puterrot. Welch Frechheit sich das Tierchen doch ersann! Es wollt mir zeigen, was es alles […]

Wie die rosenrot gewandeten fernen Vögel sich den Hals verdrehn und, nachdem sie federnd landeten, elegant auf schlanken Stelzen schreiten, ist wie Prinzenwürde anzusehn. Doch wenn sie sich gänseschnatternd streiten, scheint Graziles wieder zu vergehn.   Copyright Dr. Hans-Joachim Behnen

  Blind schlich einstens eine Schleiche schlicht und sanft und ohne Tücke durch des düstern Tannes Lücke und verschwand als Wasserleiche Denn der Täter hielt sie lange fälschlich zwar für eine weiche doch an Giftzahnwaffen reiche bissgefährlich böse Schlange und so stieß er von der Brücke blindlings dieses sehend bange Tier per Spaten oder Stange […]

  Tippen hier und tappsen da Suchen wir Utopia? Drücken da und drucksen hier neue Druck- und Drückmanier Sagen ab und sagen zu Zappen lässt uns nie in Ruh Sagen zu und sagen ab Zappen hält uns stets auf Trab Zapper zappeln, Zappler zappen: Werden wir den Happen schnappen? Zappen aus und zappen ein Zappen […]