Text nach Autor: 29 Texte von Klaus Kayser

  Weihnachtsballade Zur Krippennacht das Christkind lacht All den Kindern Freude macht. Wenn Krippennacht das Christkind weint Armut aus den Sternen scheint. In Krippennacht Dein Christkind schreit Heiß Träne sich an Träne reiht. Wenn Krippennacht das Christkind tobt Der Teufel seine Jünger lobt. So Krippennacht das Christkind ruht Die Erde Kindern Gutes tut. Willst das […]

  Es geht ein Geheimnis um den Sevan-See, den großen hoch gelegenen See in Armenien. Dunkle Wolken, die sich regenbeladen von den steilen Uferklippen auf das Wasser stürzen und sich dort in fahle Nebel, später dann in ein milchiges Grau und schweifende Geisterschwaden auflösen, sind die Zeichen dieses nur dem Kundigen sich offenbarenden Geheimnisses. Auch […]

Mausgedanken Der Hamsterhut   Ich bin die Hamsterin und keine Maus. Steht mir nicht stolz mein Hut? Im Frühling geh ich mit ihm aus. Ich brauche nur ein bisschen Mut. Damit ich frei im Sonnenlicht Von ihm bedeckt spazieren kann. Neugierig sieht in mein Gesicht Dann jeder junge Freier. Mann, das ist ein cooles Glücksgefühl, […]

  Ein Engel rührt mein Herz so zart. Er zeigt mir Mutter, Krippe, Kind, die Hirten um das Kind geschart, die beugsam fröhlich sind. Mir drängt sich die Erinnerung auf, da ich ein Kind einst war, gewandert durch der Zeiten Lauf anbetend in der Hirtenschar steh ich am Rand der Ewigkeit, verneige ich mich tief […]

  Wiese, Wald und Löwenzahn liegen in der Sonne. Fängt der Wald zu brennen an, rettet ihn der Feuermann mit seiner Regentonne. Wiese, Wald und Löwenzahn stehen in dem Regen. Fängt der Wald zu husten an, kann ihn noch der Regenmann ins warme Bettchen legen. Wiese, Wald und Löwenzahn schütteln sich im Winde. Fängt der […]

  Da sitz ich nun, ich armer Tor auf einem harten Steine. Ich bin so schlau als wie zuvor und denke Bein auf Beine: Was ich gewann, was ich verlor, was bleibt, was sei das meine. Was ich im Leben alles schwor, zu kennen, wissen um die kleine Ewigkeit, die mir jetzt sagt: Nichts ist […]

  Ich stieg zu den Gräbern am Nachmittag, Gräber geborgen in Fels und in Stein. Die sengende Sonne im Sterben lag, graurot und wärmend ihr sinkender Schein. Die Gräber so kühl, so sauber und leer nur Bänke und kein vergessener Sarg. Mein Blick streift weit über das ruhende Meer, die Felder vertrocknet, geerntet und karg, […]

  So eile ich nun mit quälendem Schritt zum Gipfel den Berg hinauf. Hunger und Sehnsüchte eilen mit, hemmen nicht den drängenden Lauf. Vergessen die sprudelnden Wasser im Tal, die leuchtenden Blüten zu Zweit, der trunkene Becher im nächtlichen Saal, der Eltern treues Geleit. Oben am Gipfel reckt sich ein Baum kahl und dürr in […]

  Der Biber platscht so gerne beim Schwimmen mit dem Schwanz. Das hörte aus der Ferne neugierig eine Gans. Sie kommt herbei geflogen, setzt sich zu ihm hin: Dein Schwanz ist nicht verbogen, meiner ist so klein und dünn. Der Biber sagt verlegen: Er ist halt groß und breit. Ich kann ihn gut bewegen. Ich […]

  Ein Rabe, ein Hase, ein Fuchs und ein Schwein, die fühlten sich einsam und so allein. Der Fuchs lud sie alle zum Feiern ein: den Raben, den Hasen, sich selbst und das Schwein. Was wollt ihr speisen, fragt er galant und reicht dem Schwein seine Vorderhand. Was ihr auch wollt, alles kommt frisch aus […]