Text nach Autor: 7 Texte von Renate Myketiuk

Ein Blick von dir, oh, meine Mutter, sagt, dass du erwünscht mich hast, du bist voll Glück. Ob  mein Gesicht gefällt – hab´s nicht erfragt, genieß ich doch Vertrauen durch den Blick. Wenn du mich anblickst, weiß ich deine Libe´; und ich gedeih und wachse mit Vertrau´n. Bis ich gereift, sag ich stets gibt, ach gib! Wenn […]

Ach, Augenblick, wie nah bist du, schaffst Glück und Unglück ganz geschwind. Verschwindest heimlich dann im Nu und wehst umher, wie sonst der Wind. im Augenblick schürst du die Glut, voll Freude schneller schlägt das Herz, ein Augenblick bringt Sturmesflut, die Seel´erstarrt im Eisesschmerz.   Copyright Dr. Renate Myketiuk  

Finsternis schwelte über der schlammigen, sumpfigen Tiefe; Blasen voll Gase erhoben sich langsam aus kochenden Quellen; Welches geheime Geschehen passierte im Innern der Welt? Brodelnd und hitzig wurden in Freiheit gesetzt Elemente. Doch, unserm Schöpfer der Welt gefiel diese Düsternis nicht mehr; Und er besetzte den Himmel mit Mond und der Sonne und Sternen. Welch […]

  Ich bin die schöne Frau Gelassenheit, bin fröhlich, schätze stets die Heiterkeit. Wenn eine Last dich quält, und du wirst krank, feg nicht umher, sie holt dich wieder ein; setz dich ganz still auf eine kleine Bank, leg ab die Packen, leer ein Gläschen Wein. Denk nach, ob sie für dich bestimmt nur sind, […]

  Ich bin die Freude, nimm es endlich wahr; ich möchte dir öffnen deine müden Augen! Verwirf die Sorgen, viele gar nichts taugen; die schleichen stets umher in großer Schar. Ich bin die Freude, schenke kostbar’n Wein, der Herz und das Gemüt zum Staunen bringt, ob der Musik, die aus den Dingen klingt, ob all […]

  Ich bin die Trauer, fühle mich sehr krank, denn jede Hoffnung, Lebensmut mir sank. Der Glaube fror, verlassen hat er mich; Einst war er stark und reich, ja, königlich. Ich spür, mein Herz nicht mehr im Rhythmus schlägt, ob es schon lahm, für sich ein End erwägt? Die Wolken greifen tief, der Regen fällt; […]

Einsamkeit   Ich sprech zur Wand, doch die bleibt stumm, sie schweigt; versteht mich nicht, ist mir nicht zugeneigt. Oh, Graun, die Einsamkeit ein enges Haus, ob ich jemals aus dir werd kommen raus? Voll Sonnenschein, da flimmert sie, die Luft; jedoch, mein Herz lebt tief in eis’ger Gruft. Wenn einer sagt, so horch, ein […]