Text nach Autor: 16 Texte von Wilfried Dinter

   In meiner Dichterstube sitz` ich hier Vor mir ein weißes Blatt Papier. Es ruft von innen : „Du sollst schreiben!“ Doch könnt´ ich dies und jenes treiben,  Zum Beispiel davon zu berichten, Was ich sonst täte – ohne dichten: Wie in den nahen Park zu geh`n Um Bäum` und Pflanzen zu bestimmen,  Vor alten […]

  Ich möcht` so gerne einen Schlager schreiben – Von Herz und Schmerz und Lust und Leid und so. Und anderen und mir die Zeit vertreiben, Den Augenblick genießen, unbeschwert und froh. Wie oft hat man es schon versucht, dem Ernste zu entfleuchen, emporzusteigen aus dem engen Tal, Die Grübeleien wegzuscheuchen, Doch stand im Weg […]

  Wenn plötzlich alles anders ist, Was ist besonderes daran? Wir wissen doch, dass alles fließt, Der Zeiten Lauf hält niemals an. Aus Sternenstaub zur Erde schwebend Erblicken wir das Licht der Welt. Behaucht von Odem, sind wir lebend Aus den Atomen auf die Erd` gestellt. Und plötzlich stehst im Leben drin Du armer Tor. […]

  Wenn der Spiegel der Selbsterkenntnis zerbricht Steh`n auf jedem Splitter die Gedanken Barfuß auf dem Reif im Eiswald. Entgrenzte Freiheit mündet In das Meer des freiwilligen Denkverzichtes Auf der Woge medialer Datenflut. Und der Damm Ist die Schere im eigenen Kopf. Wenn das Schiff des Geistes am Felsen zerschellt – Wer kennt noch die […]

  Sonne, schenk uns wieder deine Kraft, Leuchte uns in diesen finstern Zeiten. Sollst uns aus der tiefen, schwarzen Nacht In ein neues helles Land geleiten.  

Panta rhei Wenn plötzlich alles anders ist, Was ist besonderes daran? Wir wissen doch, dass alles fließt, Der Zeiten Lauf hält niemals an. Aus Sternenstaub zur Erde schwebend Erblicken wir das Licht der Welt. Behaucht von Odem, sind wir lebend Aus den Atomen auf die Erd` gestellt. Und plötzlich stehst im Leben drin Du armer […]

  Wenn in herbstlichem Schweigen jedes Lachen stirbt Und kein Schnee als gnädiges Leichentuch das Namenlose verdeckt – Wird Passion zum Advent. Dann wandeln sich gefrorene Rosen in Christusblüten. Der Sturm trägt mit den toten Blättern Die letzten Zweifel fort Und gibt die neuen Knospen frei. Bleierne Wolken künden den Märzschnee Und im Feuer der […]

Schreibblockade In meiner Dichterstube sitz` ich hier Vor mir ein weißes Blatt Papier. Es ruft von innen: „Du sollst schreiben!“ Doch könnt´ ich dies und jenes treiben, Zum Beispiel davon zu berichten, Was ich sonst täte – ohne dichten: Wie in den nahen Park zu geh`n Um Bäum` und Pflanzen zu bestimmen, Vor alten Eiben […]

Zwiespalt   Ich möcht` so gerne einen Schlager schreiben – Von Herz und Schmerz und Lust und Leid und so. Und anderen und mir die Zeit vertreiben, Den Augenblick genießen, unbeschwert und froh. Wie oft hat man es schon versucht, dem Ernste zu entfleuchen, Emporzusteigen aus dem engen Tal, Die Grübeleien wegzuscheuchen, Doch stand im […]

Septemberlicht Dumpfer Schwüle, gleißender Helle Folgt klärendes Blau. Purpurnes Rot wird fahl, Sterbende Blüten zur Frucht. Letzte Ernte in den Gärten, Dahlien und Astern. An Sandsteinmauern wilde Reseden. Copyright Dr. Wilfried Dinter