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Autor: Wilfried Dinter

Wilfried Dinter, Dr. med.
Geboren zur Jahrhundertmitte in Kiel. Vorfahren mütterlicherseits aus dem nordöstlichen, väterlicherseits aus dem südöstlichen deutschen Sprachraum. Aufgewachsen in Karlsruhe.
Studium generale (Literaturwissenschaft, Geschichte , Kunstgeschichte) und der Medizin in Düsseldorf, Heidelberg, Kiel und Berlin. Klinische Tätigkeit in Karlsruhe, Kiel und Berlin, dort auch Facharztweiterbildung zum Dermatologen. Niederlassung in Karlsruhe in eigener Praxis, Betriebsarzttätigkeit. Jetzt im (Un-)Ruhestand, geplant sind ehrenamtliche bzw. Forschungsarbeiten.
Wohnsitz in Bremen und in Karlsruhe, eine glückliche Synthese zwischen der hanseatischen und der badischen Lebensart…
Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Dermatologie und Venerologie ( AGDV), im Verein Deutsche Sprache (VDS), und im Bundesverband deutscher Schriftstellerärzte (BDSÄ).
Öffentliche Lesungen, z. B. im Insel-Theater Karlsruhe. Zeitweise Mitarbeit in der Zeitschrift „Die Bauhütte“ (Essay über Goethes Reise nach Karlsbad). Veröffentlichung von Gedichten im Schriftstellerärztealmanach 1996.
Weitere Veröffentlichungen:
„Hell und Dunkel“, Lyrische Weltgedanken, in Worte gefaßt von Wilfried Dinter, geschaut von Ute Reinhart - Kemm, Bremen April 2012, Privatdruck
Humoristische und zeitgeistkritische Gedichte. Vorwiegend Lyrik; geprägt vom Frühexpressionimus; Versuch, Parallelen hierzu und Fortentwicklungen in der postmodernen Gesellschaft darzustellen und zu deuten.

Schreibblockade (Wilfried Dinter)

   In meiner Dichterstube sitz` ich hier Vor mir ein weißes Blatt Papier. Es ruft von innen : „Du sollst schreiben!“ Doch könnt´ ich dies und jenes treiben,  Zum Beispiel davon zu berichten, Was ich sonst täte – ohne dichten: Wie in den nahen Park zu geh`n Um Bäum` und Pflanzen zu bestimmen,  Vor alten Eiben sinnend steh`n,  Nur weg vom horror vacui, dem schlimmen.  Und die Gedanken fliegen hin zum Gingko –Baum Zur Chamaezyparis, Lawson – Zypresse. Der Bärlauch…

Zwiespalt (Wilfried Dinter)

  Ich möcht` so gerne einen Schlager schreiben – Von Herz und Schmerz und Lust und Leid und so. Und anderen und mir die Zeit vertreiben, Den Augenblick genießen, unbeschwert und froh. Wie oft hat man es schon versucht, dem Ernste zu entfleuchen, emporzusteigen aus dem engen Tal, Die Grübeleien wegzuscheuchen, Doch stand im Weg der intellektuelle Sündenfall. Dort auf dem Berge wohnt das Licht – Hinaus aus tiefer, düstrer Enge ! Der Aufstieg nimmt die letzten Kräfte nicht, Dort…

Panta rhei (Wilfried Dinter)

  Wenn plötzlich alles anders ist, Was ist besonderes daran? Wir wissen doch, dass alles fließt, Der Zeiten Lauf hält niemals an. Aus Sternenstaub zur Erde schwebend Erblicken wir das Licht der Welt. Behaucht von Odem, sind wir lebend Aus den Atomen auf die Erd` gestellt. Und plötzlich stehst im Leben drin Du armer Tor. Wer gibt dir Ziel und Sinn, Und wer die Richtung vor? Der Weg, den du beschreitest – Ist`s Geschick? Der Kampf, den du bestreitest –…

Gedankensplitter (Wilfried Dinter)

  Wenn der Spiegel der Selbsterkenntnis zerbricht Steh`n auf jedem Splitter die Gedanken Barfuß auf dem Reif im Eiswald. Entgrenzte Freiheit mündet In das Meer des freiwilligen Denkverzichtes Auf der Woge medialer Datenflut. Und der Damm Ist die Schere im eigenen Kopf. Wenn das Schiff des Geistes am Felsen zerschellt – Wer kennt noch die rettende Planke ? Das ist die Stunde der Wahrheit In tausend Netzwerken verstrickt, Glückverheißende Community als Fake. Suche deine Planke! Finde das rettende Ufer! Wilfried…

Sonne (Wilfried Dinter)

  Sonne, schenk uns wieder deine Kraft, Leuchte uns in diesen finstern Zeiten. Sollst uns aus der tiefen, schwarzen Nacht In ein neues helles Land geleiten.   Wilfried DinterWilfried Dinter, Dr. med. Geboren zur Jahrhundertmitte in Kiel. Vorfahren mütterlicherseits aus dem nordöstlichen, väterlicherseits aus dem südöstlichen deutschen Sprachraum. Aufgewachsen in Karlsruhe. Studium generale (Literaturwissenschaft, Geschichte , Kunstgeschichte) und der Medizin in Düsseldorf, Heidelberg, Kiel und Berlin. Klinische Tätigkeit in Karlsruhe, Kiel und Berlin, dort auch Facharztweiterbildung zum Dermatologen. Niederlassung in…

Panta rhei (Wilfried Dinter)

Panta rhei Wenn plötzlich alles anders ist, Was ist besonderes daran? Wir wissen doch, dass alles fließt, Der Zeiten Lauf hält niemals an. Aus Sternenstaub zur Erde schwebend Erblicken wir das Licht der Welt. Behaucht von Odem, sind wir lebend Aus den Atomen auf die Erd` gestellt. Und plötzlich stehst im Leben drin Du armer Tor. Wer gibt dir Ziel und Sinn, Und wer die Richtung vor? Der Weg, den du beschreitest – Ist`s Geschick? Der Kampf, den du bestreitest…

Dezemberfrühling (Wilfried Dinter)

  Wenn in herbstlichem Schweigen jedes Lachen stirbt Und kein Schnee als gnädiges Leichentuch das Namenlose verdeckt – Wird Passion zum Advent. Dann wandeln sich gefrorene Rosen in Christusblüten. Der Sturm trägt mit den toten Blättern Die letzten Zweifel fort Und gibt die neuen Knospen frei. Bleierne Wolken künden den Märzschnee Und im Feuer der steigenden Wasser Glüht österliches Weiß. Wilfried DinterWilfried Dinter, Dr. med. Geboren zur Jahrhundertmitte in Kiel. Vorfahren mütterlicherseits aus dem nordöstlichen, väterlicherseits aus dem südöstlichen deutschen…

Schreibblockade (Dinter)

Schreibblockade In meiner Dichterstube sitz` ich hier Vor mir ein weißes Blatt Papier. Es ruft von innen: „Du sollst schreiben!“ Doch könnt´ ich dies und jenes treiben, Zum Beispiel davon zu berichten, Was ich sonst täte – ohne dichten: Wie in den nahen Park zu geh`n Um Bäum` und Pflanzen zu bestimmen, Vor alten Eiben sinnend steh`n, Nur weg vom Horror vacui, dem schlimmen. Und die Gedanken fliegen hin zum Gingko –Baum Zur Chamaezyparis, Lawson – Zypresse. Der Bärlauch sprießt,…

Zwiespalt (Dinter)

Zwiespalt   Ich möcht` so gerne einen Schlager schreiben – Von Herz und Schmerz und Lust und Leid und so. Und anderen und mir die Zeit vertreiben, Den Augenblick genießen, unbeschwert und froh. Wie oft hat man es schon versucht, dem Ernste zu entfleuchen, Emporzusteigen aus dem engen Tal, Die Grübeleien wegzuscheuchen, Doch stand im Weg der intellektuelle Sündenfall. Dort auf dem Berge wohnt das Licht – Hinaus aus tiefer, düstrer Enge ! Der Aufstieg nimmt die letzten Kräfte nicht,…

Septemberlicht (Dinter)

Septemberlicht Dumpfer Schwüle, gleißender Helle Folgt klärendes Blau. Purpurnes Rot wird fahl, Sterbende Blüten zur Frucht. Letzte Ernte in den Gärten, Dahlien und Astern. An Sandsteinmauern wilde Reseden. Copyright Dr. Wilfried Dinter Wilfried DinterWilfried Dinter, Dr. med. Geboren zur Jahrhundertmitte in Kiel. Vorfahren mütterlicherseits aus dem nordöstlichen, väterlicherseits aus dem südöstlichen deutschen Sprachraum. Aufgewachsen in Karlsruhe. Studium generale (Literaturwissenschaft, Geschichte , Kunstgeschichte) und der Medizin in Düsseldorf, Heidelberg, Kiel und Berlin. Klinische Tätigkeit in Karlsruhe, Kiel und Berlin, dort auch…

✎ 2020 Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte (BDSÄ)