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Ein Blick von dir, oh, meine Mutter, sagt,
dass du erwünscht mich hast, du bist voll Glück.
Ob  mein Gesicht gefällt – hab´s nicht erfragt,
genieß ich doch Vertrauen durch den Blick.
Wenn du mich anblickst, weiß ich deine Libe´;
und ich gedeih und wachse mit Vertrau´n.
Bis ich gereift, sag ich stets gibt, ach gib!
Wenn du mich anblickst, mag ich dich nur schau´n.

Wo wär ich nur, wenn töten könnt´ dein Blick?
Was habe ich getan, dass du voll Zorn;
hab ich dich krank gemacht, weil ich zurück?
Weil ich von hinten schöner bin als vorn?
Dein hasserfüllter Blick, ach, bleib mir fern!
Verachtest stets ein Du. Hast du dich gern?

 

Copyright Dr. Renate Myketiuk