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Frühlingsgruß

(18.3.2018)

 

Gestern erhielt ich ein bewegendes Gedicht des im Wiener Exil 1996 verstorbenen iranischen Poeten Siavash Karsa’i. Die empfundene Botschaft des Gedichtes verband ich mit den mich umgebenden Bildern. So entstand der folgende Text, auch als ein blühender Beweis dafür, dass vergangene Generationen in unseren Herzen weiterleben und uns Grenzen überbrückend bereichern.

 

Mitten im hirnrissigen Kriegsgeschrei
beobachte ich beruhigt und lächelnd
  den Aufstand der Krokusse und Schneeglöckchen
Umgeben von dem lieblichen Gruß der Morgendämmerung
stelle ich mir das baldige Aufgehen der Knospen
und das rege Treiben in den Schwalbennestern vor
öffne weit die Fenster meines Herzens
und lasse den verborgenen Duft meiner Gedanken
weit, weit, weit hinausfliegen

֎֎֎