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Herzen? (Waltrud Wamser-Krasznai)

Herzen?

Wer da glaubt, er dürfe sich unter diesem Titel eine zu Herzen gehende  Liebesgeschichte erwarten, der wird eine herbe Enttäuschung erleben. Es geht vielmehr um handfeste Dinge, nämlich um antike Nachbildungen menschlicher oder tierischer Herzen. Neben vielen anderen Weihgaben brachte man sie den Göttern in die Heiligtümer, zum Dank für erfahrene Hilfe oder mit der Bitte um Beistand in Krankheit und Not. Die Tradition wird noch heute in Wallfahrtskirchen fortgesetzt, wo man die Bilder und Altäre der Heiligen mit Devotionalien in Form von Herzen und anderen Körperteilen aus Wachs, Holz, Blech oder Kunststoff schmückt[1].

Antike  Körperteil-Votive waren aus örtlichem Kalkstein, Marmor, Holz oder aus dem preisgünstigen, fast überall verfügbaren Ton angefertigt. Die Vielfalt der „Herzen“ eröffnet ein weites Feld von Deutungsmöglichkeiten[2].

 

Abb. 1: Blick in den Thorax,   Nach: Spalteholz 1907, 381 Abb. 427

Abb. 1 gibt Einblick in den Brustraum des menschlichen Körpers. Zwischen den zur Seite geklappten Lungenflügeln liegt das Herz mit den beiden blattähnlich flachen Vorhöfen (Atrien).

 

Das Objekt in Abb. 2 wurde erst seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts von den angehenden wie von den etablierten Archäologen in Gießen wieder richtig wahrgenommen.

 

Abb. 2: Terrakotta aus Veji, Gießen, Inv.-Nr.  T III-18.,    Aufnahme: M. Recke, Gießen/Frankfurt am Main

Es gehört zu einer bedeutenden Sammlung antiker etruskischer Körperteilvotive, die der ehemalige Ordinarius für Anatomie in Königsberg, Ludwig Stieda, 1913 dem Archäologischen Institut der Universität Gießen übergeben hatte. Stieda, der seinen Lebensabend in Gießen verbrachte, hatte die Terrakotten in Mittelitalien, vor allem in Veji/Latium, erworben und 1899 in einer ersten Publikation sorgfältig beschrieben[3]. Er subsummierte den Gegenstand mit anderen gleichartigen Exemplaren unter der Überschrift: „Rätselhafte Organe… Die Leute in Veji wussten keinen Namen dafür, die Bediensteten der Museen in Rom benannten sie …’bubboni‘ [und] deuteten auf die Leistengegend…Ich bin vorläufig mit dieser Deutung nicht einverstanden… [und] halte die betreffenden Stücke für die krankhaft veränderte Eichel des männlichen Gliedes (glans penis)“. Zwei Jahre später folgte eine sehr viel ausführlichere, reich bebilderte Monographie mit dem Titel „Anatomisches über Alt-Italische Weihgeschenke (Donaria)“[4]. Darin blieb er, was die „konischen“ oder „pyramidalen“ Objekte betraf, zunächst bei seiner ersten Einschätzung, wurde aber „nachträglich an dieser Deutung irre“ und dachte an „eine vergrößerte Nachbildung der erkrankten Brustwarze“[5].

Heute ist bekannt, dass anatomische Weihgaben nur ausnahmsweise   pathologische Veränderungen aufweisen. Votive mit Krankheitszeichen an Brustdrüsen und männlichen Genitalien, Beulen[6] („Bubboni“) oder gar Pestbeulen[7] wären zweifelhafte Raritäten. Eine Konsultation von Ärzten verschiedener Fachrichtungen rief nur Kopfschütteln hervor.

Die konischen und pyramidalen Tongebilde stammen aus Fundorten in Mittelitalien/Etrurien und werden in Museen und Antikensammlungen mit entsprechenden Schwerpunkten, überwiegend in Magazinen, aufbewahrt[8]. Im italienischen Schrifttum heißen sie meist Cippi[9], Cippetti[10], oder auch Cippetto votivo a pigna/Pinienzapfen[11]. Der Cippus ist eine „Grenzmarkierung“, gilt aber im archäologischen Sprachgebrauch als Hinweis auf ein Grabmal (Abb. 3). In den Nekropolen von Cerveteri/Caere hat man die Markierungen nach Geschlechtern differenziert; Steinhäuschen bezeichnen die Grabstätten von Frauen, während steinerne Cippi den männliche Bestattungen vorbehalten sind[12].

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Abb. 3: Cippus aus Kalkstein, Palestrina, 3./2. Jh. v. Chr.,      Nach: Pensabene 1982, 71 Nr. 10 Taf. 11, 4.

 

Mit den letzteren stimmen die konischen und pyramidalen Terrakotta-Objekte, die  u. a. aus dem Tiber geborgen wurden, motivisch weitgehend überein[13]. Ihre variablen Formen und Größen veranlassten A. Comella und G. Stefani zu einer Gruppen-Einteilung[14], die in modifizierter Form auch dieser Untersuchung  zugrunde liegt.

Konische, ovoidale und pyramidale Objekte:

  1. Glatte konische oder ovoidale Objekte mit mehr oder weniger gerundeter Spitze[15].
  1. Konische oder ovoidale Objekte mit umlaufender Einziehung oberhalb der Basis[16]. Ein Exemplar aus Lavinium ist mit einer geritzten Weihinschrift an die etruskische Göttin Menrva (lateinisch Minerva) versehen[17]. Die Form der Buchstaben weist in das 3. Jh. v. Chr.
  1. Konische Objekte mit Blattmotiv[18] oder geschlossenem Blattkranz an der Basis. Sie stammen u. a. aus Fregellae, Rom und Veji (Abb. 4) [19].

 

Abb. 4: Gießen, Inv.-Nr.  T III 43/12,   Aufnahme: M. Recke, Gießen/Frankfurt am Main

4. Cippetti oder Herzen?

  1. Konisch geformter Cippus, an dessen Basis sich zwei gegenständige farbige Markierungen befinden[20]. Andeutungen von „Herzohren“ ?
  1. Konische Objekte mit zwei gegenständigen V-förmigen Inzisionen an der Basis[21]. Angedeutete „Herzohren“?
  1. Konische Objekte mit zwei gegenständigen blattartigen Protuberanzen an der Basis. „Herzohren“[22]?.

Sambon hatte keine Bedenken, einen solchen Gegenstand, den er aus einer Privatsammlung kannte, als Herz mit aufgelagerten „auricles“ (Herzohren, Vorhöfe) zu bezeichnen (Abb. 5).

                                           Abb. 5:  Terrakotta-„Heart“,  Nach: Sambon 1895, 148 Abb. 8

 

Ein besonders eindrucksvolles Exemplar im Nationalmuseum von Tarquinia zeigte nach der Entfernung von Inkrustationen außer den beiden plastisch angesetzten „Herzohren“ die in roter Bemalung angegebenen ‚Coronargefäße‘[23]. Auf Grund der Ähnlichkeit mit Darstellungen des Herzens im Verbund von Eingeweidetafeln deutete Comella diesen Typus als „Cuori“/Herzen[24], auch wenn nicht bei allen Parallel-Exemplaren ‚Vorhöfe‘ bzw. ‚Herzohren‘ angegeben sind.

  1. Die pyramidalen Objekte des nach seinem Haupt-Fundort hier so genannten ‚Typus Veji‘ (Abb. 2, 6, 8a) zeigen vertikal über den Körper laufende Einziehungen und Rillen und sind rund um die Basis herum mit Protuberanzen verschiedener Größe besetzt. Allein im Votivdepot von Campetti in Veji seien 346 Exemplare gefunden worden[25].

 

                                              Abb. 6:  Gießen T III,18.         Aufnahme M. Recke, Gießen/Frankfurt am Main

 

Frühere Deutungen wie „pathologisch veränderte Glans penis, Lymphknoten, Abszess[26]“ hatten nicht überzeugen können. Auch einem Vorschlag, nach dem  es sich um anikonische Darstellungen des Weihgebers handeln könne[27], ist nicht leicht zu folgen.

Näher liegt der Vergleich mit einem von den griechischen „Totenmahlreliefs“[28] wohlbekannten (Opfer-) Gebäck, dessen Form zur Bezeichnung „Pyramides“ geführt hatte[29] (Abb, 7).

                     Abb. 7: Athen, National-Museum, spätes 4. Jh. v. Chr.,             Nach: Thönges-Stringaris, 1965, 80 Nr. 78 Beil. 11, 2

Allerdings fehlen in etruskischen Bankett-Szenen die Darstellungen ähnlich geformten Backwerks; das gilt auch für die Wandmalereien in etruskischen Gräbern.

Wenn man einen der pyramidalen Körper wie T III-18 derart an einer Fläche befestigt, dass die Spitze des Konus nach vorn gerichtet ist, springt die Vergleichbarkeit mit Herzen, die entweder zu einem Eingeweideverbund gehören[30] oder im oberen Winkel des „Fensters“ aus einem Torso mit geöffneter Leibeshöhle hervorragen[31], ins Auge. Zwei spektakuläre Exemplare dieser Art enthält die Sammlung Stieda: Inv.-Nr. T III-37 (Abb. 8) und Inv.-Nr. T III-9[32].

 

 

Abb. 8: T III-18                 T III-37,               Aufnahmen: M. Recke (Gießen/Frankfurt am Main)

Freilich unterscheiden sich die Protuberanzen in Form und Ausrichtung. Während sie an der Basis von T III-18 breit und rund aufsitzen, entfalten sie sich beim Torso T III-37 wie kleine Blätter und streben in alle Richtungen auseinander. So bleibt für den ‚Typus Veji‘ im Hinblick auf die Diagnose „Herz“ ein Rest Unsicherheit [33].

Von der üblichen approximativen zeitlichen Einordnung, die  um das 3. Jh. v. Chr. oszilliert, war man lange nicht abgewichen. Ein vergleichbarer Fund aus einem Kammergrab in der Nekropole Riserva del Bagno[34] lässt aufhorchen. Das 1958 entdeckte nach seinen Wandmalereien benannte Entengrab, la Tomba delle Anatre, war bereits von Grabräubern aufgebrochen und ausgeraubt worden[35]. Farben und Stil der Fresken sowie in der Kammer verbliebene Keramik-Scherben datieren das Ambiente in das 7. Jh. v. Chr. In diesem Grab befanden sich auch fünf  kleine sog. Becher, „Coppette d’impasto“, aus brüchigem von vielen groben Einschlüssen durchsetztem graubraunen Ton[36]. A. Medoro beschreibt sie als konvex oder konisch, im Inneren hohl und glatt, an der Oberfläche ungleichmäßig und mit Protuberanzen besetzt. Nach dem beigefügten Photo und der  Zeichnung gleichen sie dem Votiv ‚Typus Veji‘ in verblüffender Weise. An der Deutung als Behälter für flüssige oder feste Ingredienzien scheint Medoro selbst zu zweifeln[37]. Die angegebenen Maße übertreffen die von Gießen T III-18 und seiner Parallelen um etwa 0,5-1,5 cm. Weit schwerer wiegt die Abweichung  in der mutmaßlichen Entstehungszeit: zwischen den „Coppette“ und den Votiven vom ‚Typus Veji‘ lägen wenigstens 400 Jahre! Zudem stammen jene aus einer Nekropole, während diese wie alle anderen anatomischen Votive  in Heiligtümer geweiht zu werden pflegen. Zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung, 2003, waren die „Becher“ noch nicht inventarisiert. Weitere Publikationen dazu sind bisher nicht bekannt geworden, vielleicht auch nicht zu erwarten. Eine Tonanalyse wäre bei derart ‚geringfügigen‘ Objekten zu aufwändig. Wenn die Verfasserin dieses Beitrags sich auf ihre alten Tage noch einmal nach Etrurien aufmachen sollte, ist nicht sicher, dass sie die Gegenstände überhaupt zu Gesicht bekäme. Was tun? Fragen stellen, nach Möglichkeit weiter vergleichen und vorsichtig zu interpretieren versuchen. Gegen eine Parallelisierung der beiden Terrakotta-Gruppen spricht der Fundort der „Becher“, eine Nekropole. Die etwas größeren Abmessungen und die dunklere Tonfarbe, „Impasto“, schließen eine Verbindung nicht von vornherein aus. Dafür  sprechen die außerordentlich ähnlichen Formen und die Auffindung auf dem Gelände von Veji. Kommt eine zweite Bestattung, bei der ehemalige Votive noch als Grabbeigaben für Verstorbene gedient hätten, in Betracht? Hat der ektopische Fund etwas mit einer späteren profanen Nutzung oder gar mit dem Grab-Raub zu tun? Hier geraten wir ins Reich der Spekulation. Wir  müssen uns vorläufig mit dem Hinweis auf die eng vergleichbaren Formen begnügen.

 

Literatur:

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  2. Pensabene, Sulla tipologia e il Simbolismo dei Cippi funerari a Pigna con corona di foglie d’Acanto di Palestrina, ArchCl 34, 1982, 71 Nr. 10 Museo di Palestrina 38-97 Taf. 9-36
  3. Pensabene, Le Terrecotte del Museo Nazionale Romano II Materiali dai Depositi Votivi di Palaestrina: Collezioni ‚Kircheriana‘ e ‚Palestrina‘ (Roma 2001)
  4. Pensabene – M. A. Rizzo – M. Roghi – E. Talamo 1980: P. Pensabene – M. A. Rizzo – M. Roghi – E. Talamo, Elementi aniconici a „pigna“, in: Terracotte votive dal Tevere (Roma 1980) 321 f.
  5. Recke, Die Klassische Archäologie in Gießen. 100 Jahre Antikensammlung (Gießen 2000) 53 f, Abb. 29;
  6. Recke, Auf Herz und Niere, Spiegel der Forschung 25 Nr. 2, 2008, 59 f. Abb. 4-6
  7. Recke, Neues aus der Antikensammlung – Jahresbericht 2010-2011, 13 f. Abb. a. b.
  8. Recke, Neues aus der Antikensammlung – Jahresbericht 2012-2013, 5 f. Abb. b.
  9. Recke, Neues aus der Antikensammlung – Jahresbericht 2014, 6 f. Abb. b.
  10. Recke, Neues aus der Antikensammlung – Jahresbericht 2015, 12 Abb. a.

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Recke – Wamser-Krasznai 2008a: M. Recke – W. Wamser-Krasznai, Kultische Anatomie. Begleitheft zur Ausstellung (Ingolstadt 2008)

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Thönges-Stringaris 1965: R. N. Thönges-Stringaris, Das griechische Totenmahl, AM 80, 1965, 1-99 Beil. 1-30

Torelli – Pohl 1973: M. Torelli – I. Pohl, Regione VII. Veio. Scoperta di un piccolo santuario etrusco in Località Campetti. La Stipe Votiva, in: NSc 370, 1973, 227-258

Vagnetti 1971: L. Vagnetti, Il Deposito votivo di Campetti a Veio (Sansoni 1971)    

Van Kampen 2003: I. van Kampen (Hrsg.), Dalla Capanna alla Casa. I primi abitanti di Veio (Formello 2003)

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Wamser-Krasznai 2007: W. Wamser-Krasznai, Antike Weihgeschenke im Blickpunkt der Andrologie, in: E. G. Jung (Hrsg.), Kleine Kulturgeschichte der Haut (Darmstadt 2007) 100-103

 

[1] Wamser-Krasznai 2007, 100.

[2] Di Giuseppe 2012, 309, Nr. 16 Abb. 5.98 (E 44)

[3] Stieda 1899, 241; ähnlich Bartoloni 1994, 521.

[4] Stieda, 1901. 105 f.

[5] Stieda 1901, 131 Anm. 1.

[6] Im Sinne einer ausgeprägten umschriebenen Lymphknotenschwellung, Alexander 1905, 178 f. Auch Stieda erwähnt diese Bezeichnung, verwirft sie jedoch, Stieda 1901, 105; desgleichen Holländer 1912, 313 f.

[7] Brijder – Beelen – van der Meer 1989/90, 168. 218 Abb. 162.

[8] z. B.: Sammlung Gorga, Rom, Palazzo Altemps; Sammlung Kircheriana, Pensabene 2001, 281 Taf. 59, 288; Sammlung Stieda, ders. 1901, 82. 105 f. 131 Abb. 5. 9. 18. 22 Taf. 2-5; Modena, Museo Civico, Alexander 1905, 173 f. 178 f. Abb. 7-9 Taf. 1/2; Antikensammlung  Bonn, Bentz 2008, 158 f. Abb. 160; Florenz, Rom, Holländer 1912, 313-315 Abb. 206-208; Bartoloni 1970, 257-270. 267 Nr. 35-36 Taf. 21 d

[9] Comella 1982, 151; Coarelli 1986, 141 f.

[10] Comella 1978, 82-86 Taf. 37 f.; dies.1986, 79-81 Taf. 43; Vagnetti 1971, 103 Taf. 58.

[11] Pensabene 2001, 281.

[12] Blumhofer  1993, 6-64. 73-82; Coarelli 1986, 142; Martini 2003, 54.

[13] Pensabene – Rizzo – Roghi – Talamo 1980, 43. 322  Nr. 1212 Taf. 113; Holländer 1912, 314 Abb. 208.

[14] Comella – Stefani 1990, 109-112  Taf. 34d-g.

[15] Comella 1982, 154 Nr. D19XIV und XV Taf. 91 b; Bartoloni – Benedettini 2011, 697 Nr. L V Taf. 86 g; Comella 1986, 80 Taf. 43 a; Comella – Stefani 1990, Taf. 34 e H II; Vagnetti 1971, 103 Nr. 1 Taf. 58. Manche  Exemplare erinnern an babylonische Gewichte, Comella 1978, 83 Nr. E 2 Taf. 37, 217; Märtin 2012, 57 Abb. 35.

[16] Comella 1978, 84 Nr. E 6, Taf. 37, 221.

[17] Fenelli 1984, 336 Abb. 11.

[18] Coarelli 1986, 142 Taf. 92, 3. 4.

[19] Aus Veji: Bartoloni – Benedettini 2011, 696 Taf. 86 e-f; Recke 2012-2013, 7 Abb. 6 b; aus dem Tiber: Pensabene – Rizzo – Roghi – Talamo 1980, 321 f. Nr. 1207-1209 Taf. 113.; Holländer 1912, 314. Abb. 208.

[20] Comella – Stefani 1990, 111 Nr. H II Taf. 34 e.

[21] Comella 1978, 84 f. Nr. E 7 Taf. 38; Comella 2001, 84  Taf. 33 b.

[22] Comella 1978, 84 f. Nr. E 4-6 Taf. 37; Comella 2001, 84 Taf. 33 b.

[23] Baggieri 1999, 98 Abb. 20. auch  Abb. 1, mit vertikal geschwungenen Furchen; Macintosh Turfa, ThesCRA I, 2004, 365 Nr. 314.

[24] Comella 1982, 150-157, Taf. 89 b-d. 90-91 a. c; Comella 1978, 82-86 Taf. 37 f.

[25] Cascino – Di Giuseppe – Patterson 2012, 308 f.  Nr. 16  E44 Abb. 5.98 und S. 401 (Appendix 3); Bartoloni – Benedettini 2011, 695 f. Taf. 86 a-d; Comella – Stefani 1990, 110 Taf. 34 d. Stieda 1901, 82. 105 f. 131 Abb. 5. 9. 18. 22 Taf. 2-5..

[26] „Bubonen, Bubboni, entzündliche Geschwülste der Inguinaldrüsen“, Alexander 1905, 173 f.

[27] Pensabene 1977, 430 f. Taf. 118-121; ders. – Rizzo – Roghi – Talamo 1980, 321;  „Typ H I“, Comella – Stefani 1990, 109-112 Taf. 34d-g; Edlund-Berry, ThesCRAI, 372, Nr. 5..

[28] Thönges-Stringaris 1965, 15. 78 Nr. 63 Taf. 8, 2;  S. 81 Nr. 85 Taf. 9, 1; S. 80 Nr. 78 Taf. 11, 2.

[29] Sinn 2000, 116 f. Abb. 13; Backwerk: Recke – Wamser-Krasznai 2008, 70 f. und 122 f. Abb. 48. 49; Holländer 1912, 313-315 Abb. 206. 207; „Tortine votive“ Torelli – Pohl 1973, 248 Abb. 125; ebenso neuerdings Bouma 1996, 277 Abb. 12i; das Depot Acquoria bei Tivoli habe außer Votivköpfen kleine Kuchen, „focacce“, und konische Gegenstände aus Ton enthalten,  Comella 1981, 738-739, Nr. 63; Edlund-Berry, ThesCRA I, 372 Nr. 5.

[30] Comella 1982, 157 Taf. 93 a; Comella – Stefani 1990, 110.

[31] Gutes Beispiel auch: Bartoloni – Benedettini 2011, 571 f. Taf. 77 a. Überlegungen dazu, allerdings noch mit abweichenden Schlussfolgerungen, stellte die Verfasserin bereits in ihrer unpublizierten Magisterarbeit an,  W. Wamser- Krasznai, Die italischen Terrakotten der Antikensammlung der Justus- Liebig- Universität Gießen, 1996, 57-59.

[32] Recke – Wamser-Krasznai 2008,  118-120 Abb. 46.

[33] So auch Edlund-Berry, ThesCra I, 2004, 372 Nr. 5.

[34] „Uno dei punti più suggestivi di Veii“, De Agostino 1965, 139.

[35] De Agostino 1965, 140; Brocato 2008, 70.

[36] Medoro 2003, 80  Nr. 97 Taf. 11 d.

[37] Die Dissertation zum Entengrab, Arianna Medoro, Perugia1998-1999, ist nicht publiziert, van Kampen 2003, 137.

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