Zum Inhalt springen

Schreibblockade (Wilfried Dinter)

 

 In meiner Dichterstube sitz` ich hier

Vor mir ein weißes Blatt Papier.

Es ruft von innen : „Du sollst schreiben!“

Doch könnt´ ich dies und jenes treiben,

 Zum Beispiel davon zu berichten,

Was ich sonst täte – ohne dichten:

Wie in den nahen Park zu geh`n

Um Bäum` und Pflanzen zu bestimmen,

 Vor alten Eiben sinnend steh`n,

 Nur weg vom horror vacui, dem schlimmen.

 Und die Gedanken fliegen hin zum Gingko –Baum

Zur Chamaezyparis, Lawson – Zypresse.

Der Bärlauch sprießt, man riecht ihn kaum,

Der Weißdorn hier weckt mein Interesse.

Als Heilmittel einst hochgeschätzt,

Wird er nun durch Chemie ersetzt.

Zurück nun die Gedanken fliegen

Und sehen das Papier dort liegen.

Nur ein paar Worte stehen drauf. Zu träge der Gedanken Lauf.

Gibt es denn wirklich kein Entweichen ?

 Ach ja: Die Gartenbank ist noch zu streichen

Published inGedichte

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Bankverbindung:
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Filiale Frankfurt am Main

IBAN DE26 3006 0601 9378 63
BIC DAAEDDXXX

Innerhalb Deutschlands genügt die IBAN.

Der BDSÄ ist als gemeinnützig anerkannt und darf Spendenquittungen ausstellen.

✎ 2020 Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte (BDSÄ)