Schlagwort: Sprache

Was uns geprägt hat (Waltrud Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 24. Juni 2019

Zum Thema: Was uns geprägt hat.  Waltrud Wamser-Krasznai: Sprache.   Wie bin ich nur, ein gut bürgerliches hessisches Frauenzimmer, in diesen östlichen Schlamassel hineingeraten? Mein Petúr und ich passen doch überhaupt nicht zusammen. Wir sind so verschieden, dass ständig die Fetzen fliegen. Wir halten einander nur aus, weil er so viel unterwegs ist und wir […]

  Die Verhaltensforschung bezeichnet mit „Prägung“ ein angeeignetes Verhalten, das nicht zu ändern ist. Während eines frühen, für Prägungen sensiblen Lebensabschnitts werden eng begrenzte Verhaltensweisen dauerhaft ins Repertoire aufgenommen, als ob sie mit dem Instinktgefüge angeboren wären. Ein typischer Schlüsselreiz ist die plötzliche Bewegung in der Nähe eines geprägten Tiers, z.B. einer Wildgans. Kinder haben […]

Was ist Prägen? E. Grundmann 23.01.2019 Zuerst frage ich gern die Etymologie, denn ἔτυμος (ἔτυμον, ἐτύμη) heisst wahr, echt, wirklich – und bedeutet hier der wahre Wortsinn. Prägen geht auf das Alt- und Mittelhochdeutsche zurück und bedeutet pressen, einpressen, vielleicht auch in die Oberfläche einbrechen. Wenn mich also etwas prägt, dann wirkt etwas von aussen […]

Begleiter (23.5.2019)   Wenn du Schulter an Schulter mit mir gehst überzeuge dich gründlich von dem Dasein des gemeinsamen Weges Wenn du dieselbe Sprache sprichst überzeuge dich gründlich von der übereinstimmenden Deutung der Worte Sei ein wacher Beschreiter der die Wege mit mir bestreitet ֎֎֎

Gedichte wie … (1.5.2019) Meine Gedichte! Ihr sollt farbenfroh sein wie die Tulpen und Veilchen im April die Menschen zum Frohsinn einladend Ihr sollt Zuversicht sprühen wie die kleine Gurke im Blumentopf die ich demnächst auspflanzen werde Ihr sollt der Erde verbunden sein wie fleißige Regenwürmer die den Boden geduldig für das Wurzelwerk vorbereiten Ihr […]

Im Rom der Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz Stand 06.05.2019   In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist Rom voller Katzen und „eine brüllende, ratternde Verkehrshölle, in der gehetzte und mürrische Leute ihren mühsamen Tag bestehen“ (In Rom zu leben, Engelsbrücke, 11). Heute gibt es keine Katzen mehr in Rom, wenigstens keine „öffentlichen“. Früher wurden […]

Über die Qualität von Werken der Kunst (Jürgen v. Troschke)   Wir bezeichnen uns als „Schriftstellerärzte“ und erheben damit den Anspruch, dass die von uns verfassten Gedichte, Kurzgeschichten und Essays „mehr sind“ als einfach nur so hingeschriebene Texte. Das dürfte unstrittig sein. Ob wir den von uns geschaffenen Werken den Status von „Kunst“ zuschreiben wollen, darüber […]

Diese Seite besteht aus fünf Teilen: Der Initiativaufsatz von Jürgen von Troschke Meine Einladung zur Diskussion, ob wir im BDSÄ nach bestimmten Lesungen und auf unserer Homepage auch Lob und Verbesserungsvorschläge zu Wort kommen lassen wollen / sollen. Ihre Meinungen dazu Je eine Bemerkung von Jürgen von Troschke und mir zum derzeitigen Stand der Diskussion […]

Mitbringsel (9.3.2019)   Bei länger werdenden Tagen in Erwartung des Frühlings durchströmt von der Morgenröte gehe ich auf Meditationsreise Als Mitbringsel schenke ich dir den Glanz der Augen beim Pflücken der Träume die Zärtlichkeit des Lachens bei Wahrnehmung befreiender Erkenntnisse die Gesänge des Herzens beim Berühren der Glückseligkeit ֎֎֎

  Hall. George Hall. Protagonist in Mark Haddons Roman „Der wunde Punkt“, Oberhaupt einer typisch amerikanischen Familie. Ehefrau, zwei erwachsene Kinder. Sohn homosexuell, Tochter geschieden. Jeder hat seinen wunden Punkt. Bei George war es die Stelle gewesen, die ihn umgehauen hatte. Er hatte seine Hose ausgezogen, als er ein kleines Oval hochgewölbter Haut sah, das […]