Month: Dezember 2020

  • Frohe Weihnacht unbeschwert
    Sei diesen Tagen Euch beschert.
    Das Christenkind  nach Stall und Stroh
    Wünscht Weihnachten beglückt und froh
    In Frieden fröhlich zu gestalten
    Besiegt Corona und Naturgewalten.
    Zeigt Liebe ist der Weg ins Leben
    Und Hoffnung sind von Gott gegeben.

  • Das Morgen ist der Tod des Heute

    Heute lag im Bett und schlief
    Träumte seinen Traum
    Kindchen gestern kam und rief
    Nimm den Apfel von dem Baum
    Im Paradies im Traum.

    Und der Apfel fiel
    Aus dem Paradies und fiel
    Aus dem Apfeltraum.

    Auf die Straße, auf die Steine
    Vor den Kasten, vor die Beine
    Vom Leierkastenmann
    Der den Apfel sah und sang:

    Vom Chaos geboren
    Zum Leben bestellt
    Das Heute verloren
    Im Morgen der Welt.

    Tröstet euch Leute
    Das Morgen wird heute
    Und das Heute fällt
    in das Gestern der Welt.

    Heute legt mir
    Das Geld in den Hut
    Morgen seht ihr
    Wie gut mir das tut.

    Heute ist verloren
    Fällt vom Apfelbaum.
    Im Paradies geboren 
    Wächst zum Morgentraum.

    13.12.2020

  • Wir müssen mit dem Klima leben,
    das Feuer speit und Menschen frisst
    Wir müssen an der Zukunft weben
    Die nur schwer zu ändern ist.

    Seht nur,
    die Natur
    macht ihr eigenes Ding.

    Was kümmert sie
    Die Kohle,
    wenn wirr zu viele Menschen sind.

    Was kümmert sie
    Das Nashorn
    In der Steppe ist sie blind.

    Natur kennt keine Sorgen
    Sie geht ihren Weg.
    Wir sind nicht jetzt, nicht morgen
    Ihr Lebensprivileg.

    Egal ob süß ob sauer
    Ihr ist nichts von Dauer
    Ihre Lebenszeit
    Ist unsere Ewigkeit.

    Wir müssen uns fügen
    Sie bestimmt den Galopp
    Wirft uns aus dem Sattel
    Sagen wir Stopp!

    14.12.2020

  • Klagt der Strauch zum Baum
    Ich bin so klein, Licht hab ich kaum.

    Klagt der Baum zum Strauch
    Klein zu sein wünsch ich mir auch.

    Weißt du, was Angst und Schmerzen heißt,
    Wenn dir der Sturm die Äste reißt?

    Sagt auf dem Ast der schwarze Rabe
    Gott schenkte euch die Pflanzengabe:

    Klein sein heißt nach Licht zu streben.
    Groß sein heißt im Sturm zu leben.

    K.K. 15.12.2020

  • Klaus Kayser, Verkauft mir den Mao nicht.
    Lehmann media ISBN 978-3-96543-139-3

    Unter Globalisierung verstehen wir im Allgemeinen eine wirtschaftliche Verbindung und Verknüpfung der Länder und Menschen über Kontinente hinweg – mit allen guten und schlechten Folgen, von der raschen Verfügbarkeit der Güter in allen Bereichen der Welt bis zur stundenschnellen Verbreitung eines gefährlichen Virus zu allen Völkern. In dem vorliegenden Buch erlebt der Leser einen anderen weltweit aktuellen Gegensatz, nämlich wie drei Religionen und deren Anschauungen drei Personen auf die Probe stellen.

    Ein wohlhabender chinesischer Autohändler bekommt die Diagnose eines fortgeschrittenen Lungenkrebses, und er bittet seinen in Heidelberg als Arzt arbeitenden Sohn, ihn „auf einer Reise zu den alten Stätten unseres Volkes“ zu begleiten – genau so, wie er einst mit Mao Zedong, dem Vorbild des Vaters, die große Reise unternommen hat. Der Vater weiß nicht, dass der Sohn eine muslimische Freundin hat, die als Wissenschaftlerin in Heidelberg arbeitet. Sie verheimlicht ihren Eltern ihre Beziehung zu dem Arzt, weil sie die Abneigung ihres Vaters den „Ungläubigen“ gegenüber kennt. So entschließt sich das Paar, die Reise durch China mit dem Kranken scheinbar zufällig gemeinsam anzutreten. Die Muslimin erhält eine von dem Arzt kunstvoll eingefädelte Einladung zu einem Vortrag in einer Universität in Shanghai und hat damit einen Grund, auch nach China zu reisen. Das Paar hofft, dass der fremdenfeindliche Kranke im Laufe der Reise die Beziehung der Liebenden erkennt und gutheißt. Sie treffen einander scheinbar zufällig immer wieder in denselben Hotels und unternehmen die geplanten Ausflüge miteinander. Dabei entwickeln sich tiefe Gespräche über alte und neue Kulturen, Bräuche und Lebensweisheiten. Die Reise von Ort zu Ort wird zu einer Reise von Thema zu Thema, von Gesundheit über Krankheit zum Tod. Und, wie könnte es anders sein, von Abneigung über Anerkennung zu Akzeptanz.

    „Mein Sohn, du und deine langnasige kostbar glückliche Lichtfrau, bald meine Tochter, bist willkommen“ ist dafür das erlösende Wort des Kranken am Ende der Reise. Als sie durch das Große Tor der Vollendung zum Aprikosenaltar und dann zur Halle des Schlafs gelangen, erreicht der kranke Vater sein Ziel. Vorher prägt er seinem Sohn und dessen Freundin noch den Satz ein: „Verkauft mir den Mao nicht!“ und meint damit das von ihm verherrlichte Bild des Mao, das er in seinem Herzen trägt und das ihn als großes Foto auf seinem Sarg an der Seite von Mao Zedong zeigt.

    Auffallend ist rein stilistisch, dass die handelnden Personen keine Namen haben. Der Vater, der Sohn und die Schöne sind die Protagonisten. Das klingt allgemeingültig, archetypisch und ist (fast) beliebig in andere Kulturen umzusetzen. Der Leser wird mit breitem kulturellem Wissen anhand von Fotografien und Zitaten, Legenden und Begegnungen durch die chinesische Geschichte und Philosophie geführt und profitiert somit von der langjährigen Reisefreude und Erfahrung des Autors. Das Buch enthält einen QR-Code, der den Leser zu einer App führt, die weiteres Wissen zu der chinesischen Kultur und Geschichte vermittelt.