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Ersehnter Oktober (Wilfried Dinter)

Frühe Flucht blüht und erstarrt – Terra incognita, Albwinter.
Sehnsucht nach Eisgang – Weite Küste, Traumwirklichkeit.
Lähmendes Daseinsjoch, erstickende Erdgebundenheit –
Und dennoch:
Stunde des Pan, Felsenwasser, Stauwehr und:
Sieg der Natur!
Lebensmittag in südlicher Sonne, Meeresweite und neue Fluchten.
Reptilien durchbrechen den Panzer.
Wiedergeborene Insekten in Steinen ohne Zeit,
Ammoniten, glühende Katzenaugen, Höhlenbär.
Herbstliches Ahnen und Hoffen.
Reife und Ernte.
Nordmeersturm ruft.
Lohendes Herbstfeuer befreit.
Winterabend im Hafen.
Heimkehr ins Ungewisse.

Aus: „Hell und Dunkel“, Privatdruck, Bremen 2012

Copyright Dr. Wilfried Dinter

Published inGedichte

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