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Geschichte aus der Weihnachtszeit (Harriet Keller Wossidlo)

Es war einmal ein nasser, kalter Abend in einer grauen Großtadt im Norden.
Und wieder war es die Weihnachtszeit mit  dem typischen windigen Schneeregen.
Die Schaufenster der Kaufhäuser waren grell erleuchtet und üppig dekoriert.
In diesen Fensterauslagen gab es viele verlockende Geschenke dargeboten zum Kauf.
Dort saß  auch ein kleiner hellblauer Plüschbär verloren zwischen den “richtigen“  Bären.
Diese Teddies aus flauschigem Fell waren so hübsch braun, weiß, schwarz und wie echt.
Nur das hellblaue Bärchen mit roten Stofffüßen wollte nicht so recht dort hinein passen.
Dann kam der Tag, an dem alle Geschenke  und  Weihnachtseinkäufe erledigt  waren.
Die Dekorationen waren nun sinnlos und wurden abgeräumt, die Plüschbären  waren
verkauft.
Aber dort in der Mitte der riesigen Fensterauslage blieb der kleine Blaubär lange alleine
sitzen.
Keiner wollte ein hellblaues Bärchen mit roten Füßen,  und er musste nun fortgeräumt
werden.
Der Winterregen behinderte zwar die Sicht durch die Scheiben, aber  der Blaubär war
verschwunden.
Jetzt  war es kurz nach Weihnachten, das Spielzeug war  überflüssig, der Bär war jetzt Ausschuss.
Die Angestellten warfen die  unverkäufliche  zur  Rückgabe bereite Ware in die Container.
Eine junge Frau hatte das Bärchen jeden Tag betrachtet und verstand das Zeichen.
Die Zeit. Freude zu bereiten. war nicht vorbei, denn die Moral von der Geschicht‘:
Auch etwas Fremdes zaubert oft ein Lächeln ins Gesicht.
Denn wer einsam ist und allein, nimmt Jene auf  –  wie einen Sonnenschein.

Published inProsa

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