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Liebe zwischen Feuer und Eis (Breitenstein)

 

Der Teufel, der war immer da.
Die Hölle brannte heiß.
Sie waren jung und voll Begehren.
Da streute er die Dornen aus
und hauchte kaltes Eis.
Und doch war so beschützt das Kind.
Der Teufel wollt` es haben,
riss an sich jetzt den Knaben,
der fest an seiner Mutter hing.
Da setzte der Teufel Stürme frei,
verletzt, verwirrt, trieb nun entzwei
zu weit entfernten Polen.
Riss liebend Hände voneinander,
zwei Menschen irrten tränenschwer,
mit kranken Herzen, blutig Füssen,
sie suchten, fanden sich nicht mehr.
Es ging das Kind an der Mutter Hand
durch schweres, bitteres Leben.
Der Vater war zu weit verbannt.
Das große Wasser war zu tief.
Das Kind nun groß, ein Boot gebaut,
sollt` Ufer überwinden.
Das Boot, das treibt auf stiller See.
Zwei Leben sind gelebt.
Ein Hauch aus der Erinnerung
berührt zwei Seelen und ein Kind.-
Vielleicht im nächsten Leben.

 

Copyright Dr. Uta-Christina Breitenstein

aus dem Buch Alles hat seine Zeit, deutscher lyrik verlag

 

 

 

 

 

 

Published inGedichte

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