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Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte (BDSÄ) Posts

Selbst sei der Mann (KlausKayser)

Selbst sei der MannSelbst sei die FrauPack es an!Schaut hin genauProtest bringt euch die IllusionDen Oberen Profit und Lohn.!Demotraumpflanzt keinen BaumStraßenfrustzeugt Job VerlustDemonstranten Duseleistärkt mit Fun das CO-zweiKlimateufel tanzt und lachthat Gretchens Götter reich gemacht.Arm bleiben kleine Demonstrantenam Beutel arm und an Gedanken.

Ecce Homo 2020 in Heidelberg (Klaus Kayseer)

Siehst du dich in HeidelbergSchau nach Hölderlin GedankenPulverturm, Perkeo ZwergTouristenblick auf Weinfassplanken.Aus ferner Welt in deine Zeitfür Fun, für Demo sei bereitDeinem Herzen Flügel gebenLass uns lachen, lieben, leben.. Nach Leben such in deinem SinnDie alte Brücke sei BeginnLaust dich dort der rote AffeSag ihm, hilf mir, Affe, schaffe.

Der Zum Viel und die Zur Wenig (Klaus Kayser)

Zuviel ist zu wenig Denkt Viel an Deutschland in der NachtWenig sich ins Fäustchen lacht.Träumt Viel Erfolg im MorgenWenig von Angst und Sorgen. Heidelberg und Hölderlin Denkst du dich in HeidelbergMach Hölderlin Gedanken.Der Pulverturm, der freche ZwergZerfiel in Staub, fand SchrankenIn seiner Welt, zu seiner ZeitAuf dem Weg zur TrunkenheitWarten Schüler, WeltprotestKlimawahn und Wohlstandsrest. Gemeinsam Wir sind das WeltgewissenDie KlimapolizeiDes Menschen KältekissenScheuchen Vögel Vogelfrei.

Der Gedanken Kuckuck – eine Moritat (Klaus Kayser)

Hört Ihr Leute, lasst laut Euch sagenGrund zum Grübeln gibt es, Klagen.Soziales Netz zeigt Euch, erzähltDass Welt in rechts und links zerfällt. Denn: Gedanken voll von Wut und HassTreiben mit Euch Leuten SpaßWischen Tod Euch, Sorgen, NöteFordern virtuell: jetzt Töte! Seht: Krystal, Jägerschnaps und BierLassen Bauch und Hintern schwellenLassen die Gedärme bellenFantasien überquellenMord und Todesfallen stellen.Reichtum wischt mit Hass und GierGedankeneier fett und trägeRechts und links ins Netzgehege.Brütet, lässt sie sorglos liegenBis Küken um den Globus fliegen.Kot, Eierschalen, FederrestVerrotten, fliehen…

Sind wir denn alle (Klaus Kayser)

Sind wir denn alle Beugend beten Demokratenim heiligen Saal.Influenzer flüstern, raten:Ruft auf Gott zur WahlHört auf zu Zittern.Lest, was wir twittern.Sind wir denn alleverrückt geworden? Gott weiß es nicht.Schmelzen die Gletscherim hohen Norden?Nicht seine Sicht.Muss Gott denn heuteauch demonstrieren?Er schwenkt den Hut.Ist schwitzen schlimmerals zu erfrieren?Das tut Gott gut.Muss er denn allendie Wahrheit sagen?Wenn niemand hört.Ist nicht das Klimacool zu ertragen?Wir sind empört.Sind wir jetzt alleverrückt geworden?Das liegt bei Gott.Vergibt er Berlindie Brandschutzorden?Dann ist er tot.

Denkt nur, ihr Lieben (Klaus Kayser)

Denkt nur, ihr LiebenIn Erfurt, BerlinIn der RepublikAn Demokratie.Denkt einmal, denkt ‚Was wäre wennDer versehentlich GewählteGeschworen hätte:Ihr Nazis habt mich zuEuren Feldherrn gewählt.In Taten beweist ihrIhr seid demokratisch.Setzt Euch an den TischEines Macht Beglückten.‘ ‚Was wäre wennDie freien DemokratischenBestätigt hätten:Danke, danke, danke.Ihr habt demokratischDie Mitte gerettet.Hat Euch diffamiertenFaschisten niemandIm Landtag zugetraut.‘ ‚Was wäre wennDie Berlin KanzlerinBefohlen hätte:Ihr habt mir gehorsamDie Wange gestreichelt.Saulus wird sich wandelnIn Paulus. Wird wandernAuf dem rechten WegDen wir Euch erschaffen.‘ ‚Was wäre wennDie SozialistenVerstanden hätten,Dass Faschist,…

Macht – Mensch – Wahn (Klaus Kayser)

Macht – Mensch – Wahn In diesem Haus gleich um die EckeSind Wut, Getöse, DemoschreiBringt Menschen auf die TodesstreckeTerrormensch ist vogelfrei.Wir sind die Herren DemokratenBestimmen wen die Drohne küsst.Natur klagt Mensch mit seinen TatenIst sich sein Selbstmord Terrorist.

Blicke und Gedichte (Amir Mortasawi)

Blicke und Gedichte (23.12.2018)  Wir verweilen in einem Raummit vielen WändenJede Wand hat zahlreiche Fensterzum Empfangen und zum SendenJeder öffnet ein Fenster zum Lichtverfasst dann sein eigenes GedichtWenn wir Blicke und Gedichteredlich zusammenführenwerden wir gemeinsamdie Wahrheit eher berühren

Seelenruhe (Amir Mortasawi)

Seelenruhe (26.6.2018) Milliarden Jahre Lebewesen auf der ErdeMillionen Jahre MenschenaffenZehntausende Jahre menschliche KulturMeine eindeutige Endgültigkeitbetrachtet im Lichte anderer Zeitabschnitteermöglicht eine gütige Gelassenheitbei der Pflege des Sinns für Gerechtigkeit ֎֎֎

Umnachtung (Amir Nortasawi)

Umnachtung (21.4.2020) In Zeiten großer Verbrechender Sonne Trost in meinem Herzendes Regens Frische in meinen Aderndes Meeres Weite in meinen Augensprach ich bewegt-besorgtmit den Kirschbäumen und Schlüsselblumenmit den feinen Trieben im Waldemit dem Moosteppich auf Steinen und Gehölzmit den Schwänen auf den Wiesenmit dem Storchenpaar am Seemit der stillenden Stute auf dem FeldeAlle sagten mir gefühlsvoll-sachlichEs ist nicht der erste IrrsinnEs ist nicht der letzte WahnsinnBleibe verbunden mit der ErdeSie wird dir den Weg zeigen ֎֎֎

Bandsalat (Heiner Wenk)

Wie mein Enkelkind meine Erinnerungen ordnet und durcheinanderbringt. Mein ganzes Leben lang wollte ich wissen, wie wir wissen können und denken, und wie wir gelerntes in unserem Gehirn abspeichern. In der Schule habe ich etwas in Biologie dazu gehört, und dann gab es noch bei meinem Deutschlehrer den Kurs „Pädagogische Psychologie“. Dort lernte man, was Intelligenz ist. Dass Intelligenz ein Konstrukt ist. 1978 erschien dann ein Buch von Frederik Vester mit dem Titel „Denken, Lernen, Vergessen“. Das war schon interessant,…

Macht und Ohnmacht in der Medizin (Dietrich Weller)

Schon als Schüler erlebte ich regelmäßig in der Kinderarztpraxis meines Vaters Grundlagen der Behandlung. Die Höhensonne sollte die Aufnahme von Vitamin D fördern, das die Kinder – auch meine Schwester und ich!- als scheußlichen Lebertran essen mussten. Wunden nähte mein Vater mit sterilen Fäden, die er in kleinen Fläschchen aufbewahrte. Ich durfte sogar manchmal den Faden abschneiden. Jeder Faden musste einzeln in die Klemmhaltung der Nadel eingefädelt werden. – Die Nadeln bewahrte Vater in einer Dose auf, die mit dem…

Meine Streifzüge durch die Medizin (Dietrich Weller)

Schon als Schüler erlebte ich regelmäßig in der Kinderarztpraxis meines Vaters Grundlagen der Behandlung. Die Höhensonne sollte die Aufnahme von Vitamin D fördern, das die Kinder – auch meine Schwester und ich!- als scheußlichen Lebertran essen mussten. Wunden nähte mein Vater mit sterilen Fäden, die er in kleinen Fläschchen aufbewahrte. Ich durfte sogar manchmal den Faden abschneiden. Jeder Faden musste einzeln in die Klemmhaltung der Nadel eingefädelt werden. – Die Nadeln bewahrte Vater in einer Dose auf, die mit dem…

✎ 2020 Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte (BDSÄ)