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The Story – Die Geschichte (André Simon, übersetzt von Dietrich Weller)

The art of composing and telling stories is the oldest art.

What is the story? Aristotle’s definition: “The story takes with its fists from the magma of life, from the hot clay, from the living body its „pound of flesh“, and makes it something that we can understand as a whole, complete”.

Nobody can live without the stories, because without it ,we cannot arrange our life. We are always in the core of a story, we have to determine the beginning, the middle and the end; we have to include the content; so that we can later view it as our life. Of course, life weighs on stories, not only from the material of what the life experienced, but also from, what the German philosopher Ernst Bloch (1885-1977) calls -waking dreams and hopes.

Of course, not every story is a story. The story becomes a story only with a skillful, artistic narration. Content is important, and the beauty is in the narration. Regarding life’ stories is interesting the insight of American polymath Benjamin Franklin (1706-1790) “If you would not be forgotten, as soon as you are dead and rotten, either write things worth reading, or do things worth the writing”

My respect for the story is even greater, because I have determined that every literary work at its core has a story. Even the poetry! Not only literature, but all other arts as well. The only art, that is above the story, is the music.  The music is certainly above all other kind of arts.

Dr. med. André Simon © Copyright

Übersetzung von Dietrich Weller

Simon – The Story – Die Geschichte

Die Art und Weise, wie Geschichten zusammengesetzt und erzählt werden, ist die älteste Kunst.

Was ist die Geschichte? Die Definition des Aristoteles sagt: „Die Geschichte nimmt mit ihren Fäusten vom glühenden Lebensfluss, von der heißen Tonerde, vom lebenden Körper ihr „Pfund Fleisch“ und macht daraus etwas, das wir als Ganzes, als vollständig verstehen.“

Niemand kann ohne die Geschichten leben, weil wir ohne sie unser Leben nicht gestalten können. Wir sind immer im Kern einer Geschichte, wir müssen den Anfang bestimmen, die Mitte und das Ende; wir müssen den Inhalt einfügen, so dass wir es später als unser Leben betrachten können. Natürlich lastet das Leben auf Geschichten, nicht nur wegen des Gehalts, den das Leben erfahren hat, sondern auch von dem, was der deutsche Philosoph Ernst Bloch (1885-1977) als Wachträume und Hoffnungen bezeichnet hat.

Natürlich ist nicht jede Geschichte eine Geschichte. Die Geschichte wird zur Geschichte nur mit einer geschickten, kunstvollen Erzählweise. Der Gehalt ist wichtig, und die Schönheit liegt in der Erzählweise. Wenn man Lebensgeschichten betrachtet, ist die Ansicht des amerikanischen Universalgelehrten Benjamin Franklin (1706-1790) aufschlussreich: „Wenn du nicht vergessen werden willst, sobald du tot und verwest bist, schreib entweder Dinge, die lesenswert sind, oder mach etwas, über das es sich lohnt zu schreiben.“

Meine Hochachtung für die Geschichte ist noch größer, weil ich beschlossen habe, dass jede literarische Arbeit in ihrem Kern eine Geschichte enthält. Sogar die Dichtkunst! Nicht nur die Literatur, sondern alle anderen Künste ebenso! Die einzige Kunst, die über der Geschichte steht, ist die Musik. Die Musik ist sicherlich allen anderen Arten von Kunst überlegen.

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