Dr. med. Günter Struck,

geboren 25.06.1923, gestorben 14.06.2017

Mit Trauer haben wir die Nachricht erhalten, dass unser Mitglied und Freund Dr. Günter Struck verstorben ist. Er war eines der ältesten Mitglieder unseres Bundesverbandes und über all die Jahre eine wichtige Stütze der Aktivitäten im Verband. Wir verdanken ihm sehr gute literarische Leistungen, freundliche Begegnungen und erinnerungswürdige Gespräche. Für seine Verdienste wurde er 2006 mit der Schauwecker-Medaille ausgezeichnet.

In dankbarem Gedenken

Dr. Dietrich Weller

Nachruf von Frau Dr.  Ulrike Zuber

Wer jemals schön und gut,
versinkt und verflüchtigt nicht.
Echo und Widerschein
halten Erinnerung fest.                                               (Alfred Rottler)

Im Sommer 1993 tagte der Verein der katholischen Ärztearbeit im Erfurter Augustinerkloster. Ich hatte gerade meine Kündigung bekommen, weil der Landkreis Erfurt nach der Gebietsreform mich nicht mehr brauchte. Durcheinander von der Ereignissen der vergangenen Tage und nicht ahnend, was alles auf mich zukommen würde, beschloss ich, einige Vorträge im Augustinerkloster anzuhören. Dabei lernte ich das Ehepaar Drs. med. Dorothea und Günter Struck kennen. Die Unterhaltung mit ihnen gab mir etwas Mut, und Dr. Struck lud mich ein, im September 1993 nach Fulda zu kommen, um an der Tagung des BDSÄ  teilzunehmen. Das tat ich, und so wurde ich mit einem Gedichtbeitrag in den Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte BDSÄ aufgenommen. Das ist nun 25 Jahre her, aber ich habe das für mich so wesentliche Erlebnis nie vergessen.

Es entstand eine regelrechte Freundschaft, und jedes Jahr trafen wir uns zu den Jahrestagungen, zwischendurch auch zu einer Lesung der Landesgruppe NRW in Köln und der Hessen in Frankfurt/Main. Günter schrieb, und Dorothea malte, eine ideale Ergänzung (z.B. Pyrmonter Blütenblätter Ginta Verlag 1993).

Auch zu den Jahrestagungen des BDSÄ waren ihre Bilder oft ausgestellt und fanden Beachtung und Bewunderung.

 Günter Struck erschien mir immer wie ein Fels in der Brandung, der mit seinem Humor die Übersicht behielt und der nicht so leicht zu erschüttern war.

Im Alter von fast 94 Jahren ist er am 14.06. dieses Jahres in Köln verstorben. Seine Frau wird sich mit ihrer großen Familie trotz aller Trauer dankbar so mancher humorvollen Begebenheiten erinnern.

 Ich auch und ebenso die Mitglieder des BDSÄ, die ihn kennengelernt haben.

In alter Verbundenheit

Dr. med. Ulrike Zuber, Erfurt