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Falscher Ehrgeiz (Breitenstein)

Falscher Ehrgeiz

Von klein auf hörte sie die Worte:
Für mich, da musst du anders sein.
Einmal zu dünn
und dann zu blass.
Der Gang war falsch,
die Schuh zu flach
und dann zu dick,
es fehlt der Schick.
Und später, als sie älter wurde,
da fand sie keine Bilder mehr.
Und sah sie in den Spiegel dann,
erkannte sie sich nicht.
Da packte sie den Spiegel ein
und macht` sich auf den Weg.
Tauchte tief in ihre Seele ein:
Erkannte sich,
weiß, das bin ich,
eine andere wollt` ich niemals sein.

 

Copyright bei Dr. Uta-Christine Breitenstein

aus dem Buch Alles hat seine Zeit, deutscher lyrik verlag

 

 

Published inGedichte

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