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The Power of Words – Die Macht der Worte (André Simon, übersetzt von Dietrich Weller)

This story, reportedly from his childhood, was told by the first Indian PM Jawaharlal Nehru. Once his mother served him and his father burnt bread for lunch. And while he reluctantly looked at that bread and wondered whether to eat or not, his father took a piece and ate it in silence. After the lunch, the mother apologized for serving such bread, and the father just said, „Darling, it’s all right, I love it like that.“             

 That night, before going to bed Jawaharlal went to say good night to his father and asked him if he really liked burnt bread. „Burnt food is not the worst thing that can happen to us. Burnt bread can’t hurt anyone, and if I objected, I would hurt your mother. I would do a lot more damage. The words remain deeply etched in the mind and in the heart.”

We often neglect the way we do this when addressing to others. We don’t choose words and we don’t think too much about how they will affect that person. Sometimes it is more important to tolerate events and pay attention to vocabulary and tone because words are powerful and the problem can be made worse by poor choices.

Dr. med. André Simon © Copyright

Credits: The flower was photographed by Dr. Dietrich Weller, who has agreed to illustrate this story. The author is grateful for this permission.

Übersetzung von Dietrich Weller

Die Macht derWorte

Diese Geschichte, dem Bericht nach aus seiner Kindheit, wurde vom ersten Premierminister Indiens, Jawaharlal Nehru, erzählt.

Einmal gab seine Mutter ihm Essen, und sein Vater verbrannte das Brot zum Mittagessen. Und während er widerwillig dieses Brot ansah und überlegte, ob er es essen sollte oder nicht, nahm sein Vater ein Stück und aß es ganz still. Nach dem Essen entschuldigte sich seine Mutter dafür, dieses Brot aufgetischt zu haben, und der Vater sagte nur: „Liebling, es ist alles in Ordnung. Ich liebe es so, wie es ist!“

Am Abend ging Jawaharlal vor dem Zubettgehen zu seinem Vater und fragte ihn, ob er wirklich verbranntes Brot mochte. „Verbranntes Essen ist nicht die schlechteste Sache, die uns passieren kann. Verbranntes Brot kann niemandem wehtun, und wenn ich widersprochen hätte, hätte ich deiner Mutter Schmerzen zugefügt. Das würde viel mehr Schaden anrichten. Die Worte bleiben tief verwurzelt im Geist und im Herzen.“

Wir vernachlässigen oft die Art und Weise, mit der wir das tun, wenn wir andere ansprechen. Wir wählen Worte nicht,und wir denken nicht zu sehr darüber nach, wie sie diese Person beeinflussen. Manchmal ist es wichtiger, Ereignisse zu ertragen und auf unseren Wortschatz und Ton zu achten, weil Worte mächtig sind und das Problem durch die falsche Wahl verschlechtert werden kann.


Dank: Das Bild, eine Löwenzahnblüte, wurde von Dr. Dietrich Weller fotografiert, der zugestimmt hat, diesen Taxt damit zu illustrieren. Der Autor ist dankbar für die Erlaubnis.

Published inProsa

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