Text nach Autor: 215 Texte von Amir Mortasawi alias Afsane Bahar

Abstieg (1.5.2019)   Wenn Geschichten gedankenlos nicht mehr weitererzählt werden kommt die Wertschätzung abhanden für den Einsatz unserer Vorfahren damit wir heute in einer besseren Welt leben können Wenn Geschichten verschwiegen werden verkommt der Kampftag der Arbeiterbewegung zu einer erlahmenden Sauftour

Gedichte wie … (1.5.2019) Meine Gedichte! Ihr sollt farbenfroh sein wie die Tulpen und Veilchen im April die Menschen zum Frohsinn einladend Ihr sollt Zuversicht sprühen wie die kleine Gurke im Blumentopf die ich demnächst auspflanzen werde Ihr sollt der Erde verbunden sein wie fleißige Regenwürmer die den Boden geduldig für das Wurzelwerk vorbereiten Ihr […]

Träume (30.4.2019)   Wenn ich ein Bäumchen pflanze träume ich von der vollen Blütenpracht verziert mit Schmetterlingen und Bienen Manch einer hat jedoch Axtstiele im Sinn Wenn ich ein Bäumchen pflanze träume ich von dem Laubschirm Liebenden Schutz und Schatten spendend Manch einer hat jedoch Schlagstöcke im Sinn Wenn ich ein Bäumchen pflanze träume ich […]

Lichte Momente (28.4.2019)   für Margret und Christoph   Wenn ich in Rotenburg früh aufwache und das Fenster im Bad weit öffne schaue ich nach Süden wo die Fulda meine Stadt durchquert Nicht selten ist es diesig einer warmen Beleuchtung bedürftig Dann denke ich dankbar an die hauchzarten Blätter in des Frühlings Sonne pistazienkerngrün und […]

Törichte Teilhabe (3.5.2019)   Nun, Machthaber der Zeit! Für mich ist es nicht entscheidend wie euer Reichtum zustande kommt Hauptsache ich bin daran beteiligt auch wenn im Sinne von Brosamen   So denken im trügerischen Paradies erhobenen Hauptes und guten Gewissens nicht wenige Menschen die angeblich für eine bessere Welt eintreten  dabei geduldet-gefördert festgelegte Fragen aufwerfen […]

Aussteiger (6.4.2019) Wenn ich vom Aussteigen spreche angesichts des beißenden Geruchs unserer mit sich selbst beschäftigten Gesellschaft in der das vermeintliche Wohlergehen die Augen blind und die Sinne stumpf werden lässt wenn ich vom Aussteigen spreche aus der alltäglichen vielseitigen Gefräßigkeit meine ich nicht Betäubung, Lähmung Selbstbetrug und Starre Ich entlaste mich – geistig rege […]

Zuversicht (5.4.2019)   Die verträumten Knospen die lachenden Blüten die tanzenden Triebe die verspielten Frühlingsblätter umarme ich so wie beim Wiedersehen alter Freunde nach längerer Abwesenheit Keine einzige Sekunde mitten in der klirrenden Kälte zweifelte ich daran von den kahlen Bäumen wieder reichlich beschenkt zu werden Eine gleichartige Zuversicht ist mein Heilmittel und Herzenstrost auf […]

Mohammad Reza Shafi’i Kadkani[1], der iranische Dichter und Hochschuldozent, ist immer wieder eine erfrischende Quelle der Inspiration. Heute beim Spaziergang nahm ich in Anbetracht der im Keimen begriffenen Bäume sein Gedicht „“Im erhabenen, ausdrucksvollen Kleid der Nacktheit““ mit allen Sinnen wahr. Es entstand der folgende Text. Der persische Originaltext und eine sinngemäße Übersetzung des Gedichtes […]

Mitbringsel (9.3.2019)   Bei länger werdenden Tagen in Erwartung des Frühlings durchströmt von der Morgenröte gehe ich auf Meditationsreise Als Mitbringsel schenke ich dir den Glanz der Augen beim Pflücken der Träume die Zärtlichkeit des Lachens bei Wahrnehmung befreiender Erkenntnisse die Gesänge des Herzens beim Berühren der Glückseligkeit ֎֎֎

Licht-Hain (1.1.2019)   Am ersten Tag des Jahres ruhte das Städtchen am Fluss im seichten Meer des Nebels In der Ferne zeigte sich magisch der Umriss der bewaldeten Berge Ich blieb voller Bewunderung am offenen Fenster stehen Die frühlingshaft anmutende Kulisse allmählich durchwebt mit Sonnenstrahlen verwandelte sich in einen Licht-Hain Der Gesang lichter Veränderungen durchströmte […]