Text nach Autor: 12 Texte von Wamser-Krasznai Waltrud

Requiem für eine Kommilitonin (Waltrud Wamser-Krasznai

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 25. Juli 2017

Requiem für eine Kommilitonin (Fast eine Autobiographie)   Sie saß neben mir in der ersten Vorlesung zu Beginn des Studiums. Wir machten zwei Semester lang viel zusammen. Man aß damals im  Kolpinghaus, wo man für DM 1,25 Spagetti mit Tomatensoße bekam. Es hieß nämlich, der Student geht so lange zur Mensa bis er bricht. In […]

Hier wird gebliwwe! (Waltrud Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 7. Juni 2017

  Waltrud Wamser-Krasznai: Hier wird gebliwwe! zur Moderation Gehen oder Bleiben, Dietrich Weller   Sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich in meinem Text wie in der Überschrift gelegentlich in mein ordinäres, vertrautes Oberhessisch verfalle. Es ist die Antwort auf eine Frage, die ich meinem Mann, der über mindestens zwei Staatsangehörigkeiten verfügt und auch […]

  Trivial oder geistvoll? Joseph Viktor von Scheffel (1826-1886) Wie kommt eine Orthopädin, die auf ihre alten Tage das Steckenpferd der  Klassischen Archäologie reitet, dazu, einen verstaubten Poeten des 19. Jahrhunderts aus der Versenkung zu holen? Nun, meine mütterliche Linie hat badische Wurzeln, und zu den Bibliotheksbeständen dieser Familie gehörte allemal eine Scheffel-Ausgabe. „Der Trompeter […]

Medica patiens (Waltrud Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 13. September 2016

Medica patiens. Fünf Erlebnisse einer ‚Heldin‘ der Arbeit. Der Untertitel ist reine Anmaßung. Schließlich war ich nie Bürgerin der Deutschen Demokratischen Republik. Aber gut ist der Titel schon und angesichts der folgenden Begebenheiten gar nicht so unpassend. Allerdings könnte man auch mit einigem Recht sagen: ein derartiger Workoholismus ist Dummheit… 1. Brixen 1977: Kinderärztetag in […]

Beitrag zur Lesung „Geheimnisse“ bei dem BDSÄ-Kongress in Würzburg 2016   Die Leiden des Philoktet und der Lessing’sche Laokoon   Zu meiner Schulzeit war es in der gymnasialen Mittelstufe noch üblich, am Tag vor Beginn der Ferien an die Tafel zu schreiben: “Es ist schon immer so gewesen – am letzten Tag wird vorgelesen.” Unser […]

Gemarterte Füße (Waltrud Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 26. Januar 2016

Gemarterte Füße Unter dem Diktat der Schuhmode im Altertum   Erinnern wir uns zunächst an die verschiedenen Fußtypen. Da gibt es den ägyptischen Fuß (Bild 1), bei dem die Zehen wie die Orgelpfeifen nebeneinander liegen.                                                       Bild 1. Figürliches Gefäß (Kreta?) um 600 v. Chr. Bonn, Akademisches Kunstmuseum. Photo: W. Wamser-Krasznai   Beim griechischen […]

Nicht nur zum Waschen (Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 15. November 2015

Nicht nur zum Waschen…. Vom Wasser in der Antike                                 Bild 1: Salvom lavisse, bene lava – „Angenehmes Baden!“ Mosaiken in Sabratha/Libyen. Photo der Verfasserin, 2009 In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts kam ein Liedchen auf, dessen Refrain „Wasser ist zum Waschen da, falleri und fallera…..“ im Handumdrehen Karriere als Ohrwurm […]

Vom Alter im Altertum (Waltrud Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 28. Mai 2015

  Vom Alter im Altertum. Mit Texten und Bildern auf den Spuren einer „unheilbaren Krankheit“   Zur Einstimmung seien ein paar Zeilen aus Elisabeth Herrmann-Otto, Die Ambivalenz des Alters[1], referiert: Während in Sparta, einem oligarchischen Staatswesen, den mächtigen Alten uneingeschränkte Anerkennung zuteil wurde, hing in Rom, sowohl unter republikanischer als auch monarchischer Führung, alles von […]

Lepra im Alten Italien? (Wamser-Krasznai)

Wamser-Krasznai Dr. med. Dr. phil. Waltrud 8. März 2015

Zur Ikonodiagnostik[1] antiker Bildwerke Die Bilder von tönernen Gliedmaßen mit „Effloreszenzen“ sind wohlbekannt. Es handelt sich um ein Knie und einen Ellenbogen mit flachen, runden Erhebungen, die man unter anderem als Pusteln[2] oder Psoriasis[3] gedeutet hat. Bild 1 Terrakottafragmente (nach Holländer 1912, Abb. 201. 202) Den Ellenbogen fand 1895 Luigi Sambon auf einem Schutthaufen beim […]

Die Darstellung echter Krankheitszeichen bei antiken Bildwerken ist eine Rarität, lange nicht so häufig, wie wir Ärzte, Medizinhistoriker und manchmal auch Archäologen mit unserer retrospektiven Diagnostik es gern hätten. Gleichwohl begegnen uns gelegentlich Darstellungen, die wir vorsichtshalber nicht pathologische Befunde, sondern 1. Abweichungen von der Norm nennen wollen. Da gibt es die a. numerische Aberration, […]