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Kategorie: Prosa

The Child – Das Kind (André Simon, übersetzt von Dietrich Weller)

 The Child The man is the most powerful, the smartest and the best! – in the childhood.  In the shortest time, through the period of childhood, the child steps the path, that entirely humankind, before him, required the millennia. Childhood is a shortcut through the Time. Therefore, the child walks through the infinity of the past Time. We do not know what happens to the fruit in the sweet and nutritious womb, where Time is gathered into one focus; but…

„Nicht nur der Krebs von Thomas Mann“ – vom Umgang des Schriftstellers mit Krankheit (Heiner Wenk)

Die meisten Patienten sprechen nicht gerne über ihre Krankheit. Krankheit ist Verlust der körperlichen Unversehrtheit, Schwäche, Hilfsbedürftigkeit. Die Bremer Krebsgesellschaft kann hier helfen: Der Umgang mit Krankheit ist erlernbar, hinnehmbar, vielen hilft es, „Leidensgenossen“ kennenzulernen, das Wissen, mit seiner Krankheit nicht allein zu sein. Manche Menschen schreiben über ihre Krankheit. Die Schreibwerkstatt der Bremer Krebsgesellschaft legt Zeugnis davon ab. Oder auch ein Buchprojekt der besonderen Art, das 2019 unter dem Titel „Schau mich an“ abgeschlossen und vorgestellt wurde. Beeindruckend ist…

The Physician-Poet – Der Schriftstellerarzt (André Simon, übersetzt von Dietrich Weller)

   From my experience as a physician, after half a century of practicing, I could confirm that the whole world is one big workplace. Everyone suffers from something, and few of them visit the doctor, and if they already do, they don’t like it.  As a doctor, I have treated the patients not only with pills, but with beautiful words, sweet healing fairy tales, nice stories or poems. I wanted to be a doctor -poet.  I don’t have a degree in…

Arbeitsschutz (Benita Martin)

Der ist wichtig! Glaubt es mir. Auf geschlossenes Schuhwerk war im Osten, wie auch heutzutage „im Westen“, zu achten, gab es doch der Stolperfallen unzählig viele in den Arztpraxen und Kliniken. Ansonsten nahm man es zu Ossizeiten nicht so genau, die Gummihandschuhe wurden in irgendeiner Alkohollösung eingeweicht, anschließend auf Wäscheleinen aufgehangen, getrocknet, umgewendet, indem man in diesen zusammengepappten Handschuh hineinblies, wieder getrocknet, anschließend gepudert mit dem Krebs erzeugenden Talkum, alles über einer Schüssel aufstiebend in geschlossenem Raum. Ekelfaktor war obsolet,…

Herzen? (Waltrud Wamser-Krasznai)

15.10.2021     Wer da glaubt, unter diesem Titel verberge sich eine zu Herzen gehende Seifenoper, wird eine herbe Enttäuschung erleben. Es geht nämlich um handfeste Dinge wie antike Nachbildungen menschlicher oder tierischer Herzen, die man den Göttern darbrachte, um für erfahrene Hilfe zu danken oder Beistand in Krankheit und Not zu erbitten. Die Tradition setzt sich in Wallfahrtskirchen fort, wo Bilder und Altäre von Heiligen mit Devotionalien in Form von Herzen und anderen Körperteilen aus Wachs, Holz, Blech oder Kunststoff…

Masken und kein Ende (Waltrud Wamser-Krasznai)

Hilfsmittel zwischen Last und Nutzen – heute und in alter Zeit     Kaum etwas anderes ist uns augenblicklich so lästig wie die Maske. Das Wort kommt aus dem Arabischen, Maskharat, und bedeutet Narr, Posse, Scherz. Über das französische Masque und das italienische Maschera gelangte es in die deutsche Sprache, und es überrascht uns kaum, dass der Name für Wimperntusche, Maskara, nichts anderes bedeutet als Possenspiel oder Narrheit. Schauspieler „machen Maske“ wenn sie für den Auftritt hergerichtet werden. Der Schminkraum im…

Nachruf für Jürgen Rogge (Harald Rauchfuß für den Vorstand des BDSÄ)

Dr. sc. med.  Jürgen Rogge, *10.10.1940   † 02.10.2021 „Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt von mir und traut euch zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, wie ich ihn im Leben hatte.“, lautet auf der Traueranzeige der Familie der Ruf unseres Kassenwarts Dr. sc. med. Jürgen Rogge. Seine literarischen Kreationen begeistern uns mit jenem literarischen Kniff, der über Bedenklichkeit zur überraschenden Einsicht führt. Dabei wendet er uns das nordische Gesicht zu, das zu lächeln beginnt, wenn…

Geschichte aus der Weihnachtszeit (Harriet Keller Wossidlo)

Es war einmal ein nasser, kalter Abend in einer grauen Großtadt im Norden.Und wieder war es die Weihnachtszeit mit  dem typischen windigen Schneeregen.Die Schaufenster der Kaufhäuser waren grell erleuchtet und üppig dekoriert.In diesen Fensterauslagen gab es viele verlockende Geschenke dargeboten zum Kauf.Dort saß  auch ein kleiner hellblauer Plüschbär verloren zwischen den “richtigen“  Bären.Diese Teddies aus flauschigem Fell waren so hübsch braun, weiß, schwarz und wie echt.Nur das hellblaue Bärchen mit roten Stofffüßen wollte nicht so recht dort hinein passen.Dann kam…

Wanderung durch den Advent (Harriet Keller-Wossidlo)

   Wie ein leiser Schleier lag die Abenddämmerung über dem Land ….Schon früh dunkelt es jetzt ein , denn es war die längste Nacht im JahrDer Weg nach Hause war noch weit- viel weiter in der Dunkelheit als am Tag!Die Schatten der beginnenden Nacht greifen nach dem einsamen WandererUnd die Kälte war ohne Licht noch viel kälter ….noch über diesen Hügel und über den nächsten Hang ….noch durch den dunkelsten Pfad im WaldDann-dann-ist der Wanderer daheim:Daheim in der Wärme, daheim…

An interesting Encounter – Eine interessante Begegnung (André Simon, übersetzt von Dietrich Weller)

            On Saturday, July the 4th 2009, by the celebration of the American Independence Day, the friend of mine from London, invited me to participate.  There, as a special guest, was Dr. William Davey (born 1942), a former Physician to The Queen.          I have seen the invitation as an opportunity to present my stories to Dr. Davey with eventuality, he could write the preface of my future book. So, I invited him and the friend of mine for a lunch…

✎ 2021 Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte (BDSÄ)