Tag: Brauchtum

  • It is an Apache tribe legend about the rite by which a boy is initiated into the world of adult men.

    In the evening, the father would take his son deep into the woods, put a blindfold over his eyes, and sit him on a stump. The boy would be instructed to remain seated on that stump without removing his blindfold until sunrise the next day. The father would say goodbye to the boy saying he would see him tomorrow, after sunrise.

    It was not allowed to cry or call for help. The boy who follows the morning instructions on the stump becomes a grown man. It was not allowed to talk about that experience with others.

    The boy would come to the stump with his father, scared, not knowing what to do. He would sit and wait. As time passed and darkness fell, the fear grew greater. In the silence of the night, various sounds, screams, noises, animals, wind echoed through the forest… The night would last indefinitely.

    And when he finally felt the first rays of the sun on his face, the boy would take off his blindfold. Only then, he would see that, his father the whole night was seated a few meters distant and had not left him alone.

    Dr.med.André Simon © Copyright

    Credits: The forest was photographed by Dr. Dietrich Weller, who has agreed to illustrate this story. The author is grateful for this permission.

    Übersetzung

    Die Einführung

    Es gibt eine Legende aus dem Stamm der Apachen über den Ritus, durch den ein Junge in die Welt der Erwachsenen eingeführt wurde.

    Am Abend brachte der Vater seinen Sohn tief in den Wald, stülpte ihm eine Binde über die Augen und setzte ihn auf einen Baumstumpf. Dem Jungen wurde gesagt, auf diesem Stumpf bis zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen sitzen zu bleiben, ohne die Binde abzunehmen. Der Vater verabschiedete sich von seinem Sohn und sagte, er werde ihn morgen nach Sonnenaufgang abholen.

    Er durfte nicht weinen oder um Hilfe rufen. Der Junge, der den Anweisungen auf dem Stumpf bis zum Morgen folgte, wurde ein erwachsener Mann. Es war auch nicht erlaubt, mit anderen über diese Erfahrung zu sprechen.

    Er Junge kam mit seinem Vater zu dem Stumpf und war ängstlich, weil er nicht wusste, was er tun sollte. Er saß da und wartete. Während die Zeit verstrich und die Dunkelheit eintrat, wurde die Angst größer. In der Stille der Nacht schickten verschiedene Töne, Schreie, Lärmklänge, Tiere und der Wind Echos durch den Wald. Die Nacht dauerte unendlich lang.

    Und als er schließlich die ersten Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht fühlte, nahm der Junge die Binde ab. Erst dann sah er, dass sein Vater die ganze Nacht ein paar Meter entfernt gesessen war und ihn nicht allein gelassen hatte.

    Dank: Der Wald wurde von Dr. Dietrich Weller fotografiert. Er hat zugestimmt, diesen Text mit dem Bild zu illustrieren. Der Autor ist dankbar für diese Erlaubnis.